Telemetriemast

Höher hinaus …

hieß es für die Tracking-Antenne des Instituts für Flugführung des DLR in Braunschweig. Denn der bisherige Standort auf dem Institutsgebäude (Koppehaus) war aufgrund der erreichten Höhe des Baumbestands sowie einiger zusätzlicher Gebäude nicht mehr uneingeschränkt geeignet. Die Antenne verfolgt bei nationalen und internationalen Flugversuchen automatisch den Versuchskörper – zur störungsfreien Datenübertragung dürfen sich keine Hindernisse im Übertragungsweg befinden.

Nach Überprüfung mehrerer Alternativen entschied sich das DLR für den Neubau eines ca. 30 Meter hohen Antennenmastes direkt neben dem Institutsgebäude und beauftragte unser Büro im Juni mit der Erstellung des Bauantrags. Mit der Baugenehmigung im Oktober wurde die Auflage erteilt, die Höhe des Mastes zu begrenzen, um Behinderungen des Luftverkehrs zu vermeiden. Auf Basis der von uns erstellten Ausführungsplanung und Leistungsverzeichnisse vergab das DLR nach öffentlicher Ausschreibung die Stahlbauarbeiten Ende Dezember 2000 an die Firma Hünert sowie die Stahlbetonarbeiten für das 52 m³ große Fundament an die Firma Hansler. Die Fundamentarbeiten mussten im Januar bei minus 10° Celsius vorgenommen werden – durch vorgewärmten Beton und gute Nachbehandlung gab es dabei aber keine Probleme.

Termingerechte Fertigstellung

Wie geplant konnte der Mast am 5. März zur Montage der technischen Einrichtungen übergeben werden. Dabei wurden einige Komponenten des Technikraumes auf dem Boden installiert, so dass diese gemeinsam mit dem Container mit der DLR-Eigenwerbung per Autokran auf ihre endgültige Höhe schweben konnten. Das Aufsetzen des 20 m² großen Technikraumes mit etwa 14 Tonnen Gesamtgewicht (einschließlich Antennenebene und Geländer) war für viele Mitarbeiter des DLR ein Highlight. Von zahlreichen Schaulustigen beobachtet wurde die „Technik-Kiste“ punktgenau auf dem vormontierten Mast abgesetzt: Stahlbaupräzision – der Werkstoff erfordert Millimeterarbeit.

Der neue Antennenturm, der etwa 10 Meter höher ist als vorher, ermöglicht zusätzlich noch eine größere Reichweite. Außerdem wird durch eine Parabolantenne noch eine Richtfunkdatenstrecke zur Technischen Universität aufgebaut.

* Projekt vom Ingenieurbüro für Bautechnik, Dipl.-Ing. H.-G. Westphal

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