Rückbau und Demontage Kessel 11

Der Kessel 11 im HKW Mitte war im Jahr 1956 erbaut worden und war bis 1970 eine der wichtigsten Grundlastanlagen. Es handelte sich um einen dreizügigen Steilrohrkessel mit einer Dampfleistung von 100 t/h.
Seit dem ersten Ausbau Anfang der 80er Jahre diente die Anlage nur noch zur Abdeckung von Spitzen während der Heizperiode. Schließlich wurde die Anlage zum Ende 1986 ganz außer Betrieb genommen.
Ab Herbst 2004 wurde unser Büro dann mit dem Demontagekonzept, der Abbruchstatik, der Bauleitung sowie den SiGeKo-Leistungen für den Rückbau von Kessel 11 beauftragt.

Kompetente Verstärkung: Für die Betreuung der Abbruch- und Rückbaumaßnahme verstärkten wir uns mit einem Fachbauleiter, Herrn Joachim Meier, der als freier Mitarbeiter für uns tätig wurde und über entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Kesseldemontagen und Industrieabbrüche verfügt.
Als wichtigste Vorleistung wurden zahlreiche Materialproben der einzelnen Bauteile entnommen, untersucht und in einem Schadstoff-Kataster zusammengestellt.

Schwierige Logistik: Danach erarbeiteten wir die Abbruch- und Rückbautechnologie der einzelnen Komponenten des Kessels. Die Lage des Kessels und seiner Komponenten war nicht einfach, da zum einen das Kesselhaus 11 mit drei Seiten an bestehende Gebäude- und Anlagenteile grenzt und die einzige zugängige (Nord-) Seite infolge von LKW-Verkehr und Gleisbetrieb nur eingeschränkt nutzbar war.
Nach intensiven technischen Gesprächen mit den infrage kommenden Bietern wurde der Auftrag schließlich an die SZST Salzgitter Service und Technik GmbH vergeben.
Nach der Baustelleneinrichtung im Juli 2005 wurden die erforderlichen Abschottungen und die gesamte Technik (Unterdruckhaltegeräte etc.) aufgebaut. Danach konnte mit der Sanierung (Entfernen von Asbest und Mineralwolle unter Vollschutz) begonnen werden. Die Sanierung dauerte bis zum Ende Oktober 2005.
Die eigentlichen Demontage- und Verschrottungsarbeiten liefen bis Ende Januar 2006. Im Anschluss erfolgten die notwendigen abschließenden Reinigungsarbeiten, so dass die SZST der BVAG im Februar 2006 ein gereinigtes und vollständig entkerntes Kesselhaus übergeben konnte.
Beim Rückbau des Kessels 11 wurden u.a. 890 Tonnen Stahlschrott und 240 Tonnen Mauerwerk demontiert und abgefahren. Insgesamt wurde aus dem Kesselhaus 1390 Tonnen Material herausbefördert.

* Projekt vom Ingenieurbüro für Bautechnik, Dipl.-Ing. H.-G. Westphal
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