Umbau Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig

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Umbau Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig

Umbau Herzog Anton Ulrich-Museum

Das Herzog Anton Ulrich-Museum (kurz HAUM), wie es seit 1927 nach seinem Gründer, Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1633-1714), heißt, wurde 1754 als „Kunst- und Naturaliencabinett“ durch seinen Großneffen Herzog Carl I. in Braunschweig eröffnet, das erste öffentlich zugängliche Museum des Kontinents. Mit seinen über 250 Jahren ist das HAUM eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen und eines der wichtigsten Museen alter Kunst Deutschlands.

Im Jahr 2008 wurde der Grundstein für eine Erweiterung des Museums gelegt, in dem die Artefakte des HAUM während der aktuellen Baumaßnahme temporär archiviert werden. Seit Frühjahr 2010 besteht der neue Funktionsbau, der Bibliothek, Kupferstichkabinett, Werkstätten und Verwaltungsräume beinhaltet. Das 1884-87 errichtete historische Haupthaus wird seit 2013 auf den Ursprungszustand zurückgebaut und nach Renovierung mit moderner Ausstellungstechnik ausgestattet. Daher ist das Hauptgebäude zurzeit aufgrund der anfallenden Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung des Herzog Anton Ulrich-Museums ist für September 2016 geplant.

Nachdem unser Büro bereits ab Mitte der 1990er-Jahre mit der Tragwerksplanung im Rahmen der Sanierung der beiden Kuppeltürme betraut war (s. Ausgabe 7/2000 unseres Journals), sind wir jetzt mit verschiedenen kleineren und größeren Maßnahmen an der aktuellen Sanierung beteiligt.

Die zahlreichen Maßnahmen, denen das Haupthaus des Museums nach mehr als 100 Jahren Betrieb unterzogen werden musste, sind für die Besucher nur teilweise offensichtlich. Doch auch die neuen großzügigen Raumfluchten auf allen drei Ausstellungsetagen, die durch den Rückbau von Zwischenwänden und -geschossen entstanden, sowie die neuen Servicebereiche wurden nur möglich durch viele „unsichtbare“ Kraftakte. Und das ist durchaus wörtlich – oder eher rechnerisch – zu verstehen: Um großzügigere Räume zu erschaffen, mussten u.a. (tragende) Wände weichen. Aber wohin dann mit den enormen Lasten von oben? Wie die Kräfte aus Dach und Obergeschossen nach unten in die Fundamente und damit in sicheren Baugrund leiten? Die Antwort gab W+S WESTPHAL mit vielen Kraftakten – kaum ein Raum, keine Decke, kein Treppenhaus oder Aufzugsschacht wurde von unserem Tragwerksplaner-Team nicht analysiert und neu berechnet, damit die Kunst auch dauerhaft nicht den Boden unter sich verliert…

Quellen: WikiPedia, HAUM

Nachtrag: Ende Oktober kehrte die Kunst zurück ins Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum. Das HAUM hat uns, insbesondere Erik Topola, lange beschäftigt. Ein spannendes Projekt, das wir in einer Bildergalerie auf dieser Seite noch einmal Revue passieren lassen…

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