Neubau Mensa und Sanierung Grundschule Heidberg, Braunschweig

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Im Zuge des Konjunkturprogramms II wurde der Klassentrakt und der WC-Trakt der 1965 erbauten Grundschule im Auftrag des Gebäudemanagements der Stadt Braunschweig 2009/10 umfassend saniert sowie für den erweiterten Ganztagsbetrieb der Schule eine Mensa mit Küche sowie Neben- und Ruheräumen als Anbau zwischen dem Klassen- und dem WC-Trakt verwirklicht.

Der Klassentrakt

besitzt zwei Treppenhäuser, die das Gebäude in drei Abschnitte unterteilen. Die Treppenhäuser sind durch Gebäudefugen von den angrenzenden Abschnitten getrennt. Die Decken über dem 1.OG und dem EG sind Stahlbetonrippendecken, die Kellerdecke ist eine Stahlbeton-Plattendecke. Die tragenden Giebel- und die Innenquerwände aus Mauerwerk dienen als Deckenauflager und sind auf Streifenfundamenten gegründet.

Neben der unzureichenden Dämmung der Außenbauteile (Außenwände, Dach, Kellerdecke) war der Anblick der Waschbeton-Fertigteil-Fassade an den Längsseiten für die heutige Zeit recht trist.

Geplant war, den Klassentrakt energetisch zu sanieren, ferner sollten die Ansprüche einer kindgerechten Lernumgebung in die Umbaumaßnahmen mit einfließen. Zum Beispiel konnten die Kinder auf der Südseite nicht hinausschauen, da die Brüstung unter den Fenstern ca. 1,4 m hoch war.

Die Sanierung umfasste:

  • Rückbau der gesamten aufgeständerten Dachkonstruktion bis oberhalb der Stahlbetonrippendecke über dem OG und Neuaufbau einer Warmdach-Gefälledämmung mit bituminöser Dachabdichtung,
  • Ausbau aller Waschbetonfassadenelemente (Sandwichplatten) der Gebäudelängsseiten,
  • Einbau neuer Außenwandfertigteile aus Stahlbeton und Einbau aussteifender Mauerwerksscheiben mit komplett veränderter Fensteraufteilung und geringeren Brüstungshöhen,
  • Austausch aller Fensterelemente und Außentüren,
  • neues Vorhang-Fassadensystem aus Faserzementplatten mit Dämmung auf den gesamten Außenwandflächen,
  • Dämmung der Kellerdecke von unten.

Bei den Deckenrandunterzügen durften die seinerzeit angesetzten Lasten durch die neuen Außenwandelemente nicht überschritten werden, um eine zusätzliche kostenintensive Ertüchtigung der Bauteile zu vermeiden. Insgesamt wurde die Gesamtlastsituation durch die Umbaumaßnahmen nur unwesentlich verändert.

Aufgrund des geringen Zeitfensters (Vorgabe Konjunkturprogramm sowie übergangsweise Auslagerung der Kinder in eine andere Schule) mussten die Arbeiten möglichst schnell geplant und umgesetzt werden. Daher arbeiteten zwei Rohbau-Unternehmen parallel.

Zur schnellen Bearbeitung dienten auch die neuen Fassadenfertigteile für den Klassentrakt. Diese konnten zügig eingesetzt werden, sodass die Fassade nur über einen kurzen Zeitraum offen stand.

Der WC-Trakt

ist mit dem Klassentrakt über einen schmalen Verbindungsgang verbunden. Der ehemalige überdachte Außenbereich vor den WC´s wurde im Zuge des Mensa-Neubaus zum Innenbereich.

Des Weiteren wurde auf der Südseite in Anlehnung an die Architektur des Neubaus ein Verblendmauerwerk mit Dämmung als neue Außenfassade vor die vorhandene Konstruktion gesetzt. Das vorhandene Flachdach wurde komplett mit Gefälledämmung saniert, eine aufgesetzte Attika bildet mit der Attika des Neubaus einen gleichmäßigen Übergang.

Zwischen Klassen- und WC-Trakt wurde die neue Mensa mit Küche und Ruheräumen gebaut.

Der in massiver Bauweise erstellte eingeschossige Neubau ist nicht unterkellert. Die Stahlbetondecke wird über der Mensa durch Stahlbeton-Unterzüge, ansonsten durch Wände getragen. Die nördliche Außenwand besteht wegen der großen Öffnungen aus Stahlbeton-Bauteilen.

Die bei der Bearbeitung der Bestandsgebäude festgestellten Schäden an den Betonbauteilen (z.B. Abplatzen des Betons durch Korrosion der Bewehrung) wurden auf Grundlage der Richtlinie über den Schutz und die Instandsetzung von Betonbauteilen (RILI SIB ) saniert.

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