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Neubau Turbinenhalle

Infolge von Optimierungsmaßnahmen plante die BVAG 2004 den Kauf einer gebrauchten Niederdruck-Turbine. Diese Turbine war für den Sommerbetrieb vorgesehen, da bei der Stromerzeugung mit dieser Turbine viel weniger Wärme anfällt. Für diese Turbine mussten eine entsprechende Gebäudehülle sowie die weiteren für den Betrieb notwendigen Komponenten – Pumpenkeller, Wasserauffangbecken und Kühlturm –  geplant und gebaut werden.

Abbruch vor Neubau: Da auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Mitte (HKW-Mitte) kein geeigneter Platz zur Verfügung stand, waren zunächst zwei alte nicht mehr benötigte Schalthäuser aus den Jahren 1914 und 1953 abzubrechen. Somit begann dieses Projekt für das Ingenieurbüro Westphal ein wenig ungewöhnlich – nämlich mit der Planung und der Bauleitung der Abbruchmaßnahme. Die Abbrucharbeiten begannen im August 2004. Bereits nach vier Wochen waren die Schalthäuser einschließlich der Gründung komplett rückgebaut.
Parallel zu den Abruch-, Bauunterhaltungs- und Ergänzungsarbeiten vor Ort – u.a. Herstellen von Brandwänden und Verlegung einer Heizdampfleitung mit Bodenkanal – planten wir bereits den Turbinenhallen-Neubau.
Neben der eigentlichen Turbine mussten der Generator, der Kondensator sowie das Abdampfrohr Platz in der neuen Halle finden. Für Reparaturarbeiten war ein 40-Tonnen-Kran einzubauen.
Nach Ausschreibung und Vergabe der Rohbauarbeiten an die Braunschweiger Friedrich Preusse Bauunternehmung GmbH begannen die Arbeiten mit der Grundwasserhaltung am 27.12.2004. So konnte bereits im März mit der Stahlbaumontage begonnen werden.
Bereits Ende April war die Turbinenhalle einschließlich Pumpenkeller und Wasserauffangbecken komplett fertig gestellt, der Kühlturm im Mai. Im Anschluss folgte der aufwändige anlagentechnische Ausbau. Schließlich konnte die Turbine im August 2005 ans Netz gehen.
Bei diesem Bauvorhaben hatten wir neben der Tragwerksplanung der Turbinenhalle, des Pumpenkellers, der Wasserauffangwanne und des Kühlturms auch die Leistungen Objektplanung der Turbinenhalle, die Erstellung der Leistungsverzeichnisse, die Bauleitung und die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo-Leistungen) erbracht.

Die Gründung der gesamten Halle erfolgte über Bohrpfähle mit Längen von bis zu 18 Metern, bis ausreichend tragfähige Bodenschichten anstanden. Die Gründung der Turbine erfolgte auf einem Massefundament bis tief in das Grundwasser hinein. Ingesamt mussten für die Turbinenhalle 54 und für das Wasserauffangbecken 83 Betonpfähle erstellt werden. Diese Arbeiten dauerten von November 2004 bis Januar 2005.

* Projekt vom Ingenieurbüro für Bautechnik, Dipl.-Ing. H.-G. Westphal

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