GuD-Anlage in Flensburg

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Auf dem Weg zum CO2-neutralen Kraftwerk

Bereits 2011 haben die Stadtwerke entschieden, das Projekt “Kessel 12″ zur Modernisierung Ihres Heizkraftwerkes Flensburg umzusetzen. Dabei handelt es sich um eine erdgasbefeuerte GuD-Anlage, die ab Mitte 2015 Strom und Wärme produzieren soll. Der Gesamtwirkungsgrad (Strom und Fernwärme) soll bei bis zu 92 % liegen, etwa 10 % mehr als bei den derzeit vorhandenen, mit Kohle befeuerten Kesseln, der brennstoffbezogene CO2 Ausstoß sinkt bei gleicher Erzeugungsleistung um 40%.

Für das Projekt werden bis 2016 in Teilprojekten etwa 130 Mio. Euro investiert, vorrangig in die

neue Gas- und Dampf-Turbinenanlage (GuD) “Kessel 12″

Die Stadtwerke Flensburg produzieren heute im zentralen Heizkraftwerk in Kraftwärmekopplung Wärme und Strom in sechs Kesseln. Zwei ältere Kohle-Kessel werden durch eine neue, moderne GuD-Anlage, den “Kessel 12″ ersetzt. Weitere Teilprojekte sind:

  • Modernisierung Kessel 5
  • Ertüchtigung Reserve-Heizwerke
  • Erdgasanbindung Ellund-Flensburg
  • Demontage der Kessel 6, 7 und 8
  • Anbindung Turbinen an die zentrale Leittechnik

Fachingenieurleistungen
Mit der Generalplanung für die neue GuD-Anlage – bestehend aus den Komponenten Dampfturbine, Gasturbine, Abhitzekessel und Schaltanlagengebäude – wurde aufgrund der großen Erfahrung bei energie- und verfahrenstechnischen Anlagen die enco Energie- und Verfahrens-Consult GmbH aus Braunschweig beauftragt. Für die Tragwerksplanung (Lastermittlung, Vorstatik, Gründungsbemessung, Schal- und Bewehrungspläne) hat enco frühzeitig wieder W+S WESTPHAL mit ins Boot geholt. Mit enco hatten wir ja u.a. bereits bei der GuD-Anlage von BS|ENERGY in Braunschweig gut zusammen gearbeitet.
Beengte Platzverhältnisse
Am Standort des Kraftwerks an der Batteriestraße gibt es durch angrenzende Nachbargrundstücke und die unmittelbare Nähe der Förde nur sehr begrenzt Platz für Baumaßnahmen. Letztlich konnte nur ein geeignetes Baufeld für die geplante Anlage gefunden werden. Erschwerend hinzu kam, dass an dieser Stelle bereits alte Gebäude standen. Diese waren um 1912 mittels Holzpfählen gegründet worden. Die bestehenden Bodenplatten wurden mittels Spezialtechnik durchbohrt und die im Wege befindlichen Holzpfähle weggefräst. Somit begann das Bauvorhaben, wie inzwischen viele andere auch, mit dem Rückbau alter Bausubstanz in Form von Eichenholzpfählen und Fundamenten.
Die komplizierte Gründungsverhältnisse
aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Flensburger Förde (Ostsee) ließen nur neue Pfahlgründungen in Form von Vollverdrängungspfählen (Fundexpfähle) zu. Die komplette Gründungsberatung und Berechnung wurde von dem erfahrenen Baugrundsachverständigen Herrn Prof. Dr. Bernhard Albiker aus Eckernförde durchgeführt. Er begleitete auch die Herstellungsarbeiten der neuen Pfähle.
von W+S WESTPHAL bearbeitete Bauwerke:

  • Kesselhaus mit 2 Kaminen Stahlrahmenkonstruktion, Höhe ca. 31,00 m (Berechnung durch Kesselhersteller; Gründung: Stahlbetonsohlplatte (d=1,20 m) auf Pfählen (Pfahlberechnung durch Dr. Albiker)
  • Gasturbinenhaus Stahlrahmenkonstruktion, Höhe ca. 14,00 m (Berechnung durch Kesselhersteller); Gründung: Stahlbetonsohlplatte auf Pfählen (Pfahlberechnung durch Dr. Albiker)
  • 3-geschossiges Schaltanlagengebäude mit Klimazentrale Stahlbetonskelettbau mit nichttragenden Mauerwerkswänden; Gründung: Stahlbetonsohlplatte auf Pfählen
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