GuD-Anlage Flensburg – Bericht 2 (2016)

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GuD-Anlage Flensburg – Bericht 2

In Ausgabe 27 unseres Journals  hatten wir bereits von dem Neubau der GuD-Anlage der Stadtwerke Flensburg GmbH berichtet.
Inzwischen ist eine Menge passiert. Da liegt es nahe, einen weiteren Bericht von dieser spannenden Bauaufgabe zu veröffentlichen.

Synergieeffekte genutzt

Nach über drei Jahren Tragwerksplanung haben wir unsere Leistungen fertig gestellt und unsere am weitesten entfernte Baustelle abgeschlossen. Was sich hierbei sehr positiv ausgewirkt hat und enorme Synergieeffekte mit sich brachte war, dass wir zwischenzeitlich auch aus Platzgründen beim Generalplaner enco zwei Büroräume angemietet haben und so für die gemeinsame Bearbeitung „sehr kurze Wege“ hatten. Dies ist auch für zukünftige Projekte geplant.

Aber auch nach Abschluss der Tragwerksplanung ist in Flensburg noch viel passiert:

Nach den Rohbauarbeiten des Schaltanlagengebäudes im Sommer 2014 wurden das angrenzende Kesselhaus mit dem Abhitzekessel und das Gasturbinenhaus in Stahlbauweise errichtet. Danach erfolgten die Gebäudehüllen (Fassaden) und dann ging es mit der eigentlichen Kraftwerkstechnik los: Gasturbine, Dampfturbine, Abhitzekessel, Rohrleitungen, Pumpen, Trafos, Schaltanlagen und  verschiedenste Leittechnik-, Nieder- und Hochspannungskabel  etc. mussten montiert und installiert werden.

Auch diese Arbeiten, bei denen zeitweise ca. 250 Monteure gleichzeitig vor Ort waren, sind mittlerweile abgeschlossen. Somit sind sowohl die einzelnen Gebäudeteile als auch das Innenleben fertig gestellt.
Inzwischen sind auch die jeweiligen Einzel-Inbetriebnahmen und Abnahmen der diversen Maschinen erfolgt und die Gesamtanlage im Dezember in den Probebetrieb gegangen.

Ab Frühjahr 2016 soll die Anlage dann im Regelbetrieb laufen und nach Bedarf Strom und Wärme liefern – insbesondere wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Terminplan eingehalten

Der Gesamtfertigstellungstermin der GuD-Anlage ist fast noch derselbe, wie zu Beginn der Bauaufgabe im Rahmenterminplan festgelegt. Das heißt: Selbst jetzt – nach fast 4 Jahren Bauzeit und trotz der Insolvenz eines Haupt-Auftragnehmers – wird die Anlage rechtzeitig zum Winter die benötigte Fernwärme liefern und damit die Stilllegung von zwei alten Kohlekesseln ermöglichen. Gelingen konnte das nur, weil beim Generalplaner enco alle Fäden zusammenliefen und so rechtzeitig entgegen gesteuert werden konnte, wenn sich Änderungen im Bauablauf abzeichneten.

Daran könnten sich so manche andere Großbaustellen in Deutschland ein Beispiel nehmen.

Was dann schließlich noch fehlt, ist die Feier zur offiziellen Übergabe, worauf wir uns schon sehr freuen.

Vielen Dank noch einmal an Jörg Ramdor und seinem Team von enco, dass wir bei dieser spannenden Bauaufgabe wieder mitwirken durften.

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