Erweiterung Grundschule Rheinring

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Schildbürga aus Vorschriftopia: Diese Kabelstränge dienen zur vorschriftsmäßigen Versorgung von nur zwei Klassenräumen! Beleuchtung, Steckdosen, EDV, Amokmelder, Brandmelder… So hätten die Kabel den tragenden Querschnitt von 29 auf nur noch ca. 9 cm verringert und so gravierende Tragfähigkeitsverluste verursacht. Zum Glück hatten wir als Tragwerksplaner die Bewehrungsabnahme im Auftrag und den Schwachpunkt noch rechtzeitig vor dem Betonieren erkannt…

Die Grundschule Rheinring ist am westlichen Stadtrand von Braunschweig nahe der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule gelegen. Hier werden derzeit ca. 200 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 1 bis 4 in den Räumen des in den Jahren 1998/1999 errichteten Schulgebäudes unterrichtet.

Auch beim damaligen Neubau wurde unser Büro, noch unter der Firmierung “Ingenieurbüro für Bautechnik, Dipl.-Ing. Hans-Georg Westphal”, mit der Tragwerksplanung des zweigeschossigen und nicht unterkellerten Gebäudes beauftragt. Erstellt wurde es in konventioneller Bauweise mit Mauerwerkswänden und Stahlbetondecken.

Schulischer Folgeauftrag

Rund 15 Jahre später plant die Stadt Braunschweig im Zuge der Umwandlung zur Ganztagsschule einen Erweiterungsbau am nördlichen Giebel des Bestandsgebäudes mit direktem Übergang in beiden Geschossen. Die notwendige Infrastruktur für einen Ganztagesbetrieb wird so bereitgestellt.

Standsicher und barrierefrei

Hiermit einhergehend ist auch der Neubau der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule zu sehen, denn hier sollen später die Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen in der dortigen Mensa einnehmen. In dem neuen Anbau an der Grundschule Rheinring soll dagegen der Freizeitbereich geschaffen werden. Dieser sieht einen Bücherei- und Ruheraum, ein Büro für Betreuungskräfte sowie drei Gruppenräume vor. Ferner wird ein Aufzug integriert, der im Rahmen der inklusiven Beschulung die Barrierefreiheit der gesamten Schule gewährleistet.

Wie in der Vergangenheit wurde unser Büro auch jetzt wieder mit der Tragwerksplanung für das neue Gebäude beauftragt. Der zweigeschossige, nicht unterkellerte Erweiterungsbau ist ca. 21 Meter lang sowie 10 Meter breit und wird in massiver Bauweise errichtet. Dabei wird die Erdgeschoss- sowie die Dachdecke in Stahlbetonbauweise (Elementdecke) ausgeführt. Die Außen- und Innenwände werden dagegen in Mauerwerksbauweise hergestellt.

Anforderungen der EnEV erfüllt

Berücksichtigt werden musste dabei, dass die Außenwände keine außenliegende Dämmung in Form eines Wärmedämmverbundsystems erhalten sollten. Um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung trotzdem erfüllen zu können, wurde ein Mauerziegel mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,12 W/mK und eine Wandstärke von 49 cm gewählt.

Einheit von Statik und Optik

Als optische “Highlights” kommen im Obergeschoss auf der Nordseite und im Erdgeschoss auf der Ost- und Westseite Stahlbetonfertigteilelemente zur Ausführung, die gleichzeitig als tragende Bauteile in die Konstruktion integriert werden. In der Mitte des Gebäudes befindet sich der Fahrstuhlschacht aus Stahlbeton, der in Kombination mit den vorhandenen Mauerwerkswänden und den Stahlbetondecken die Aussteifung des Gebäudes übernimmt. Die Gründung des Gebäudes erfolgt über Streifenfundamente und eine Bodenplatte.

Durch die neu geschaffenen Räumlichkeiten steht den Kindern nun ausreichend Platz für verschiedene Aktivitäten und die Betreuung bei den Hausaufgaben zur Verfügung.

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