EnEV 2013 – Was bringt sie mit sich?

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Bei allen Neu- und Bestandsbauten sind die energetische Qualität der Gebäudehülle sowie die Anforderungen an die Anlagentechnik zentrale Themen im Rahmen der Energieeinsparverordnung. Planer und Bauherren müssen somit die geltende Energieeinsparverordnung kennen und berücksichtigen. Aber nicht nur die geltende. Denn bei einigen Bauvorhaben, meist den größeren, richtet sich der Blick bereits auf den Energie-Standard, der zum Zeitpunkt der Bauabnahme gelten wird – die Energieeinsparverordnung 2013.
Anlass zur Novellierung der EnEV 2009 ist die Umsetzung der EU-Richtlinie von 2010 über energieeffiziente Gebäude. Diese verlangt ab 2021 für Neubauten den Standard eines Niedrigstenergie-Gebäudes. Der nächste Schritt soll mit der EnEV 2013 gemacht werden, die mit Übergangsfristen und Beschlüssen schon Ende dieses Jahres in Kraft treten könnte.

EnEV 2013 – Änderungen und Konsequenzen
  • Der zulässige Primärenergiebedarf für Neubauten soll in den Jahren 2014 und 2016 jeweils um 12,5% reduziert werden, so das mit dieser stufenweisen Verschärfung der Jahresprimärenergiebedarf bis 2019/2021 um insgesamt 25% herabgesetzt wird.
  • Für den Bereich des „Bauens im Bestand“ sind keine nennenswerten Verschärfungen vorgesehen.
  • Für die Nachweisführung von Anbauten ist jetzt festgelegt, dass die Anlagentechnik des Bestandsgebäudes für die Berechnung angesetzt werden darf. Dies ging aus der EnEV 2009 nicht eindeutig hervor.
  • Erweiterung der Aushangpflicht für Energieausweise. Diese sind bei Gebäuden mit behördlicher Nutzung und einer Nutzfläche größer 500 m² an gut sichtbarer Stelle auszuhängen. Für Gebäude mit nicht behördlicher Nutzung gilt dies nur, wenn ein Ausweis vorliegt.
  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Verkaufs- und Vermietungsanzeigen.
  • Einführung eines unabhängigen Stichprobenkontrollsystems für Energieausweise.
  • Neben den bisherigen Berechnungsverfahren nach der DIN 4108-6 und der DIN 18599 (Richtlinie für Nicht-Wohngebäude) wird über die Einführung eines dritten, vereinfachten  Berechnungsverfahrens „EnEV-easy“ nachgedacht. Dies soll für nicht gekühlte Wohngebäude gelten. Je nach verwendeter Haustechnik und gewählter Anforderung an der Wärmeschutz können U-Werte für die einzelnen Bauteile entnommen werden, die dann eingehalten werden müssen.

Neben der Überarbeitung der EnEV 2009 werden auch einzelne für die Berechnung erforderlichen Normen überarbeitet. Daraus ergeben sich weitere Änderungen:

  • Neufassung des sommerlichen Wärmeschutzes (DIN 4108-2), die beispielsweise eine Verschiebung der Klimazonen und eine städtebauliche Verschattung berücksichtigt.
  • Überarbeitung des Beiblattes 2 der DIN 4108. Hier werden neue Ausführungsdetails, wie z.B. Tiefgaragenanschlüsse aufgenommen.
  • Die Neuerungen in der DIN 18599 umfassen u.a. neue und überarbeitete Nutzungsprofile, überarbeitete Primärenergiefaktoren, neue Anlagentechniken.

Die vorgestellten Punkte geben einen ersten Überblick, was die neue EnEV mit sich bringen kann.

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